Im Körper bildet sich bei Anstrengungen, bei denen eine Sauerstoffschuld eingegangen werden muss (anaerobe Belastung), als Stoffwechselprodukt Lactat (= Milchsäure).
Dieses Lactat kann im Blut gemessen werden und somit kann individuell (d.h. für jeden Sportler persönlich) die Belastungsstufe gefunden werden, bei dem eine Sauerstoffschuld eingegangen wird.
Während festgelegter Belastungsstufen auf dem Fahrradergometer oder z.B. Laufband werden nach der Belastung dem Sportler meist aus dem Ohrläppchen wenige Bluttropfen abgenommen und dann der jeweilige Lactatwert bestimmt. Der Test geht über mehrere Belastungsstufen um die verschiedenen Schwellen zu ermitteln und wird erst nach einer zuvor durchgeführten Untersuchung und Ausfüllen eines Fragebogens durchgeführt.
Idealerweise sollte ein Lactattest zumindest zweimal im Abstand von ca. 3 Monaten durchgeführt werden, um bei der zweiten Testung den Trainingserfolg festzustellen und ggf. Trainingspläne zu optimieren.
Vor der Testung sollte der Sportler 48 Stunden wesentliche körperliche Anstrengungen oder Belastungen vermeiden, da dies die Messergebnisse verfälschen kann.
Grundsätzlich kann jeder Sporttreibende oder Fitnessinteressierte für sich einen Lactattest durchführen, wenn die zuvor durchgeführten Untersuchungen bzw. der Erhebungsbogen keine Kontraindikation für die Durchführung des Tests ergeben.
Mit Hilfe dieses Tests kann dem Sportler ein für ihn persönlich erarbeiteter Trainingsplan an die Hand gegeben werden, um die individuelle, meist sportartspezifische Leistung verbessern zu können. Dieses Verfahren kann sowohl im Breiten-, als auch im Spitzensport regelmäßig angewendet werden.
Für weitere Rückfragen stehen wir gerne in unserer Praxis zur Verfügung.